Geschichte Fenster Weihnachten
Weihnachten:
Beim Betrachten fällt der Blick auf Menschen, die ihren Blick emporheben. Gerade stehen sie dar, gestärkt aus der Höhe. Etwas abseits, in Gelbtönen eine entrückte Figur, auf die einer aus der Menschengruppe schaut. Seine Farbe verändert sich, da geht etwas über auf ihn.
Doch schon bald bleibt der Blick beim Betrachten des Bildes in der rechten Hälfte stehen. Ein kleiner Mensch, ein Kind wohl, ist geboren in den Armen einer Person, die dem Kinde vertraut wirkt.
Blau, Gelb und Rot sind die Farben, die dieses Bild, wie alle Altarbilder der Dungelbecker Kirche, bestimmen. Der Mantel der Person, die das Kind hält, ist rot. In unserem heutigen Farbverständnis wird diese Farbe oft den Mädchen und Frauen zugeordnet. Sitz dort also Maria?
In alter Zeit, und der Künstler Michael Breig weiß darum, war es genau umgedreht: Maria wurde stets in blau dargestellt. Rot war die königliche Farbe. Und schaut man sich Michael Breigs Weihnachtsdarstellung genauer an, so lässt sich der rechte Bildteil ganz anders als ein Teil der irdischen Krippenszene verstehen. Der Stuhl ist ein Thron. Auf ihm sitzend: Gott. Der rote Mantel ist Zeichen seiner königlichen Würde und Macht. Er, der Allmächtige, wird in Christus klein und verletzlich. Er und Christus sind eins. Das Rundfenster, die Rosette am oberen Abschluss des ersten Bildes zeigt dann gleichermaßen eine Krippe wie eine Krone.
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