Geschichte Fenster Ostern
Ostern:
Beim Betrachten fallen zunächst die drei Personen auf der linken Seite auf. Sie stehen beieinander und doch deutet sich mit ihnen eine Bewegung, ein Weg an, der vor einer offenen Tür endet. Ein starker, rotgefärbter Balken bildet den Türsturz. Und so massiv dieser wirkt, so licht ist der Rest der Tür. Sie ist offen – doch warum gehen die drei Personen nicht hinein? Fragend wirken sie eher, schauen verwundert. Gehen Gräber einfach so auf, werden Tote, die wir so schmerzlich vermissen, einfach so wieder lebendig? Die mittlere Person hält sich am Rahmen der Tür, an dem was fassbar, greifbar, vorstellbar ist. Doch alle können ihren Blick nicht von dem wenden, was die offene Tür preisgibt.
Wieder ist es die Farbe Gelb, die auf etwas von außen verweist. Wie ein Glanz des göttlichen bricht sie in das Bild hinein, wie das Licht des anbrechenden Ostermorgen. So ist die lichte Tür nicht nur Zeichen eines offenen Grabes, sondern des geöffneten Tores zum Himmel.
Das Rundfenster, die Rosette am oberen Abschluss des zweiten Bildes zeigt darum das Kreuz als Symbol des Todes und der Hoffnung des ewigen Lebens zugleich.
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